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Beim Veranstalter buchen heißt: rechtlich auf der sicheren Seite. Insolvenzschutz, ein fester Ansprechpartner und klare Mängelrechte. Unser Ratgeber erklärt die Pauschalreiserichtlinie verständlich.
Aktuelles
30. September 2026 09:32
Am 22. April 2026 hat der nordirische Luxus-Segelreise-Spezialist Salamander Voyages die Türen für immer geschlossen. Nach 23 Jahren maßgeschneiderter Segeltouren entlang der italienischen Küste, in Griechenland und Kroatien stellte das Unternehmen alle Buchungen ein – ein harter Schlag für Hunderte Urlauber, die ihre Mittelmeer-Kreuzfahrt längst geplant hatten. Was du jetzt wissen musst, wie du an dein Geld kommst und warum 2026 für kleine Kreuzfahrt- und Segelveranstalter ein besonders schwieriges Jahr ist, liest du hier.

Salamander Voyages, ein in Belfast ansässiger Luxus-Segelreise-Anbieter, ist am 22. April 2026 nach 23 Jahren in die Insolvenz gegangen. Scott Murray und Ian Davison von Keenan Corporate Finance Ltd wurden als gemeinsame Administratoren eingesetzt, um den Prozess zu überwachen. Das Unternehmen kommunizierte den Schritt direkt über seine Website – knapp, aber unmissverständlich: "After 23 years of wonderful sailing in the Aegean Sea, we are very sad to announce Salamander Voyages has taken the difficult decision to close its doors."
Gegründet um das Jahr 2003 in Nordirland, bot das Unternehmen kuratierte Luxus-Segeltouren und private Kreuzfahrten zu mediterranen Zielen wie Kroatien, Italien und Griechenland sowie einige Destinationen in Asien an. Das Unternehmen hatte sich einen Nischenruf für Premium-Yacht-Urlaube aufgebaut, mit persönlichem Service und malerischen Küstenrouten – die Preise lagen teilweise bei rund 3.000 Pfund pro Person und positionierten die Marke im gehobenen Reisesegment.
Das Unternehmen ist in die britische Insolvenz eingetreten, was zur sofortigen Stornierung aller bevorstehenden Reiseprogramme, privaten Segeltouren und kuratierten Luxus-Itinerare führte.
Die Angebote von Salamander Voyages konzentrierten sich vorrangig auf das Mittelmeer, mit Zielen wie Italien, Kroatien und Griechenland. Für Reisende, die eine exklusive Kreuzfahrt oder Segelreise entlang der italienischen Adria-Küste, der Amalfiküste oder der ligurischen Riviera gebucht hatten, ist die Lage eindeutig: Viele hatten Reisen zu attraktiven Destinationen wie der Türkei, den griechischen Inseln und Italiens atemberaubenden Küstenregionen geplant – all diese Buchungen wurden abrupt storniert.
Geplante Abfahrten im weiteren Verlauf des Jahres 2026 werden nicht stattfinden, darunter Segeltouren im türkischen Golf für Juni und Oktober. Das Unternehmen war für private Bootstouren bekannt, mit sorgfältig geplanten Routen zu kleineren Küstendörfern, ruhigen Buchten und historischen Stätten – genau jene Orte, die auf normalen Kreuzfahrtitineraren fehlen. Dieser besondere Reiz macht den Verlust für Stammgäste besonders schmerzhaft.
Wenn ein Reiseveranstalter insolvent wird, ist die wichtigste Frage für Urlauber: Wie komme ich an meine Anzahlung oder den Reisepreis zurück? Die Antwort hängt davon ab, wie du bezahlt hast und ob deine Buchung durch ein Sicherungssystem abgedeckt war.
Da ein Unternehmen, das diesen Punkt erreicht, in der Regel bereits tief verschuldet ist, haben Reisende, die Geld auf Reisen verloren haben, meist keine andere Möglichkeit, als Hilfe durch den Insolvenzprozess oder Verbraucherschutzbehörden zu suchen. Hol dir im Zweifel rechtliche Beratung – besonders wenn größere Summen im Spiel sind.
Der Fall Salamander Voyages ist kein Einzelfall. Zu den Reiseveranstaltern, die in den letzten sechs Monaten Insolvenz angemeldet haben, zählen die britischen Firmen Great Little Escapes, Salamander Voyages und Jetline, das schwedische Reiseunternehmen MixxTravel, der französische Kreuzfahrtanbieter Expedis Exploration sowie das Bostoner Unternehmen GoPlay Sports Tours.
Zwischen niedrigem Konsumklima und technologischen Fortschritten, die es Menschen in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich einfacher gemacht haben, Reisen ohne Vermittler zu buchen, ist der Betrieb eines Reisebüros im Jahr 2026 ein zunehmend riskantes Unterfangen. Für kleine und mittelgroße Spezialveranstalter, die auf Nischenangebote wie exklusive Segelreisen oder Boutique-Flusskreuzfahrten setzen, gilt das in besonderem Maße: Sie haben höhere Fixkosten pro Gast, sind stärker von individueller Kundenbindung abhängig und verfügen über geringere finanzielle Puffer als die großen Konzerne.
Viele Reisefirmen kämpfen weiterhin mit Buchungsvolatilität, veränderten Konsumgewohnheiten und erhöhter Vorsicht bei internationalen Reisen als Nachwirkung der Pandemie. Hinzu kommen gestiegene Betriebskosten, höhere Hafengebühren und der Kostendruck durch teurere Charterkapazitäten auf dem Mittelmeer.
Salamander Voyages war ein familiengeführtes Unternehmen über mehr als zwei Jahrzehnte, das auf maßgeschneiderte Segeltouren zu versteckten Juwelen im Mittelmeer spezialisiert war. Trotz des einzigartigen Angebots und treuer Stammgäste stieß das Unternehmen auf finanzielle Herausforderungen, die zu seinem Niedergang führten.
Der Marktaustritt von Salamander Voyages hinterlässt eine Lücke im Segment der Premium-Segeltouren entlang der italienischen und griechischen Küste. Das Unternehmen war als in Nordirland ansässiger Reiseanbieter bekannt für kuratierte Luxus-Segelerlebnisse in der Ägäis und im Mittelmeer. Wer ähnliche Erlebnisse sucht – kleine Gruppen, private Boote, abseits der großen Kreuzfahrtrouten – muss sich nach Alternativen umsehen.
Für den beliebten Kreuzfahrten-Markt rund um Italien bleibt das Angebot breit: Große Reedereien wie MSC, Costa oder CroisiEurope bedienen weiterhin die klassischen Mittelmeer- und Po-Delta-Routen. Flusskreuzfahrten auf dem Po, Venetien und dem Küstenhinterland sind über Spezialisten wie CroisiEurope buchbar. Doch das spezifische Nischensegment privater Luxus-Segelchartertouren mit persönlichem Rundumservice, wie Salamander Voyages es betrieben hat, wird kurzfristig schwer zu ersetzen sein.
Wer eine Luxusreise per Segelboot oder kleines Schiff durch das Mittelmeer plant, sollte sich jetzt intensiv über die Bonität und Absicherung des gewählten Anbieters informieren. Achte unbedingt auf ATOL-Zertifizierung (bei britischen Anbietern), den deutschen Reisesicherungsschein des DRSF oder vergleichbare Sicherungssysteme im jeweiligen Herkunftsland des Veranstalters.
Wenn du eine Segelreise oder exklusive Küstenkreuzfahrt entlang Italiens liebst, musst du nicht auf dieses Erlebnis verzichten. Auf reiseveranstalter.com findest du geprüfte Angebote für Erlebnisreisen und Kreuzfahrten, die genau dieses Flair bieten. Informiere dich auch in unserer Reise-News über aktuelle Marktentwicklungen – gerade in einem Jahr wie 2026, in dem Veranstalterpleiten keine Seltenheit sind. Wer lieber auf Nummer sicher geht und den Komfort eines bewährten Veranstalters bevorzugt, findet bei großen Häusern wie CroisiEurope oder Phoenix Reisen verlässliche Angebote für Mittelmeer-Kreuzfahrten.
Passende Angebote: News · Kreuzfahrten · Flusskreuzfahrten · Luxusreisen
Alle Buchungen bei Salamander Voyages wurden storniert. Du musst aktiv werden und deinen Erstattungsanspruch geltend machen – entweder über deine Kreditkartengesellschaft (Section 75 / Chargeback), das ATOL-System (bei flugbasierten Paketen) oder deine Reiseversicherung. Warte nicht, bis die Administratoren von sich aus auf dich zukommen.
Der DRSF schützt Kunden von deutschen Pauschalreiseveranstaltern. Salamander Voyages war ein britisches Unternehmen und unterlag dem britischen ATOL-System. Hast du die Reise über ein deutsches Reisebüro als Pauschalreise gebucht und ist das deutsche Reisebüro als Veranstalter im Vertrag genannt, greift eventuell der DRSF-Schutz. Prüfe deinen Reisevertrag genau.
Bei Salamander Voyages handelte es sich meist um gecharterte Segelboote, nicht um fest im Liniendienst fahrende Passagierschiffe. Da der Veranstalter die Charterverträge nicht mehr erfüllen kann, finden die Fahrten in aller Regel nicht statt. Reise auf eigene Faust anzutreten, ohne vorherige Abklärung mit den Administratoren, ist nicht ratsam und führt im Zweifel zu weiteren Kosten.
Der Markt ist 2026 besonders herausfordernd: Gestiegene Betriebskosten, volatile Buchungslagen, verändertes Konsumverhalten nach der Pandemie und der zunehmende Direktbuchungstrend setzen kleine Spezialveranstalter unter Druck. Wer keine ausreichenden Rücklagen hat, gerät schnell in die Zahlungsunfähigkeit – besonders in Nischensegmenten wie Luxus-Segelreisen.
In Deutschland sind Veranstalter von Pauschalreisen gesetzlich verpflichtet, einen Insolvenzschutz abzuschließen – heute über den Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF). Bei Buchung erhältst du einen Sicherungsschein, der im Pleitefall deine Anzahlungen und den Reisepreis absichert. Beim Kauf von Kreuzfahrten direkt bei der Reederei (ohne Pauschalpaket) greift dieser Schutz jedoch nicht automatisch.
Ja. Anbieter wie CroisiEurope bieten Flusskreuzfahrten auf dem Po und in der Lagune von Venedig an. Für private Segeltouren entlang der Amalfiküste, Siziliens oder der Adria gibt es verschiedene Charterunternehmen und Spezialveranstalter. Wichtig: Achte immer auf einen anerkannten Insolvenzschutz des Anbieters.
Weiterlesen29. September 2026 09:33
Der spanische Billigflieger Volotea hat am 29. September 2026 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet – und trifft damit Tausende Urlauber, die mit der Airline an die kroatische Adria geflogen sind oder noch fliegen wollen. Wer einen Pauschalurlaub oder Cluburlaub in Kroatien gebucht hat, fragt sich jetzt: Ist mein Flug sicher? Bekomme ich mein Geld zurück? Und was passiert, wenn ich noch unterwegs bin? Wir liefern dir die Antworten – klar, aktuell und ohne Panik.

Der spanische Billigflieger Volotea hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und will im Zuge einer Restrukturierung Flotte und Jobs abbauen – der Flugbetrieb läuft vorerst aber normal weiter.
Konkret hat Volotea beim zuständigen Insolvenzgericht ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet, um unter verfahrensrechtlichem Schutz Verhandlungen mit Gläubigern, Kreditinstituten und staatlichen Stellen über eine tiefgreifende Umschuldung zu führen. Das vorrangige Ziel der Unternehmensführung besteht darin, bis Dezember 2026 einen verbindlichen Restrukturierungsplan auszuarbeiten.
Formal eröffnete die Airline dafür ein Verfahren nach spanischem Insolvenzrecht, die sogenannte „Apertura de Negociaciones", das Unternehmen erlaubt, mit ihren Gläubigern einen Restrukturierungsplan auszuhandeln. Die Airline ist also nicht sofort weg – befindet sich aber in einer ernsthaften finanziellen Schieflage, die jeder Urlauber kennen sollte.
Die spanische Billigairline ist in eine tiefe Krise gestürzt: Laut Unternehmensangaben explodierten die Kerosinpreise infolge der Krisen im Nahen Osten, und allein seit März habe die Treibstoffrechnung rund 150 Millionen Euro höher gelegen als im Vergleichszeitraum 2025.
Die finanzielle Substanz des Unternehmens ist durch mehrjährige Verlustphasen geschwächt. Für das Geschäftsjahr 2025 wies Volotea ein negatives Eigenkapital von 77,5 Millionen Euro aus; zwar belief sich der Jahresumsatz auf rund 818 Millionen Euro, jedoch verblieb nach Abzug aller Aufwendungen ein Nettofehlbetrag von 64 Millionen Euro.
Volotea kämpft außerdem bereits seit der Coronapandemie mit einem erheblichen Schuldenberg, der trotz operativer Fortschritte nicht nachhaltig abgebaut werden konnte und nun den Anstoß für den eingeleiteten Restrukturierungskurs gegeben hat.
Damit reiht sich Volotea in einen beunruhigenden Trend ein. Für 2026 hat sich die wirtschaftliche Situation der Branche nochmals verschärft: Laut dem internationalen Luftfahrtverband IATA werden die durchschnittlichen Kerosinpreise voraussichtlich um knapp 70 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen, während die weltweite Nettogewinnmarge der Airlines von 4,2 auf nur noch 2,0 Prozent zurückgehen dürfte.
Volotea verbindet mehrere deutsche Städte mit Destinationen in Südeuropa – darunter beliebte Ziele an der Adria. Die Airline hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet und will mit einem umfassenden Restrukturierungsprogramm die Weiterführung des Flugbetriebs absichern. Zu den Destinationen, die sie weiterhin anfliegt, zählen auch die deutschen Standorte Berlin, Hamburg und München, von denen aus Verbindungen nach Italien, Spanien und Griechenland aufrechterhalten werden. Wer also einen Cluburlaub in Kroatien oder an der Adria mit Volotea-Zubringer gebucht hat, muss jetzt genau hinschauen.
Im Zuge der Sanierung soll die Flotte von derzeit 45 auf 30 bis 35 Flugzeuge schrumpfen; in der Firmenzentrale in Barcelona fallen zudem rund 50 Stellen weg. Ein schlankeres Streckennetz ist damit wahrscheinlich – Verbindungen könnten wegfallen oder seltener bedient werden.
Wie das Portal Airliners.de berichtet, hat Volotea ein Verfahren für eine Insolvenz in Eigenverwaltung eröffnet. Dies erlaubt Unternehmen, mit ihren Gläubigern einen Restrukturierungsplan auszuhandeln. Dafür hat die Fluggesellschaft bereits Verhandlungen mit dem spanischen Staatsfonds Sepi, den Anteilseignern, Banken und weiteren Gläubigern aufgenommen, die bis Dezember abgeschlossen werden sollen.
Für Passagiere soll sich vorerst nichts ändern. Das klingt beruhigend – ist es jedoch nur bedingt. Verfahren in Eigenverwaltung können scheitern, und dann kann es schnell gehen. Das Beispiel der FTI-Touristik-Insolvenz im Juni 2024 hat gezeigt, wie plötzlich ein Veranstalter den Betrieb einstellen kann: Der Reiseveranstalter FTI Touristik ist insolvent und hat den Betrieb eingestellt. Das sollte jedem Kroatien-Urlauber als Warnung dienen, vorausschauend zu handeln.
Entscheidend ist, wie du gebucht hast. Als Pauschalreisender bist du deutlich besser geschützt. Pauschalurlauber bekommen bei einer Insolvenz der Airline Hilfe vom Reiseveranstalter, der kostenfrei eine Alternative – zum Beispiel die Beförderung mit einer anderen Airline – zur Verfügung stellen muss.
Alle Veranstalter in der EU müssen sicherstellen, dass du den Reisepreis zurückbekommst und vom Urlaubsort zurückbefördert wirst. Sie müssen die Absicherung durch den Sicherungsschein nachweisen, den du bei Buchung ausgehändigt bekommst. Wenn du also deinen Pauschalurlaub in Kroatien über einen seriösen Veranstalter gebucht hast und Volotea als Flugpartner dabei ist, liegt die Verantwortung beim Veranstalter – nicht bei dir.
Wer nur einen Einzelflug bei Volotea gebucht hat, steht schlechter da. War der Veranstalter trotz der gesetzlichen Verpflichtung nicht versichert, fließt der gezahlte Reisepreis in die Insolvenzmasse. Bei reinen Flugtickets ohne Pauschalreiseschutz gilt das Gleiche – hier greift die gesetzliche Absicherung über den Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) nicht, da dieser nur für Pauschalreisen zuständig ist.
Egal ob dein Cluburlaub in Kroatien noch bevorsteht oder du gerade vor Ort bist – diese Schritte schützen dich:
Kroatiens Adriaküste ist als Cluburlaubsziel so beliebt wie nie. Cluburlaub in Kroatien verbindet Badeurlaub am Meer mit Ausflügen in historische Küstenstädte und abwechslungsreiche Natur – Istrien und Dalmatien sind ideal für alle, die Erholung im Resort mit Kultur, Landschaft und regionalen Entdeckungen verbinden möchten. Viele Resorts liegen direkt am Meer und bündeln Unterkunft, Verpflegung, Kinderbetreuung sowie Sport- und Wellnessangebote an einem Ort. Familien profitieren von kurzen Wegen und betreuten Programmen für Kinder, während Erwachsene Zeit für Spa, Wassersport oder Ausflüge haben.
Die Adria wird zu einem der Highlights für Cluburlaub in Europa – und besonders Istrien wird stärker als Destination wahrgenommen, die gute Erreichbarkeit mit gehobener Hotellerie, Kulinarik, Privatsphäre und landschaftlicher Qualität verbindet. Die Volotea-Krise dürfte kurzfristig zu höherer Nachfrage bei anderen Airlines und Veranstaltern führen, die Kroatien bedienen – was für Last-Minute-Reisende bedeutet: Schnell handeln zahlt sich aus.
Insolvenzfälle in der Touristik haben in der Vergangenheit gezeigt, dass die verbleibenden Marktteilnehmer profitieren. Alltours etwa sprach nach der FTI-Insolvenz von Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich und rechnete dank des Nachfrageschubs mit einem Rekordwachstum von über 20 Prozent. Für dich als Urlauber heißt das: Der Markt stabilisiert sich – aber du musst im Moment wachsam sein.
Volotea ist kein Einzelfall. Airline-Insolvenzen sind keineswegs ein seltenes Phänomen: Laut einer Untersuchung des internationalen Zahlungsdienstleisters WEX haben zwischen 2000 und 2024 weltweit mehr als 1.200 Fluggesellschaften ihren Betrieb eingestellt – im Durchschnitt rund 50 pro Jahr.
Die wichtigste Lektion: Wer eine Pauschalreise bucht, ist grundsätzlich besser geschützt als jemand, der Flug und Hotel separat zusammenstellt. Für Pauschalreisen gilt in der EU die Pflicht zur Insolvenzabsicherung des Veranstalters, erkennbar am Reisesicherungsschein, siehe EU-Richtlinie 2015/2302. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem ruhigen Abend auf der Clubanlage in Dalmatien – und einem langen Kampf ums Geld.
Wer zudem Individualreisen oder eigenständig zusammengestellte Trips bevorzugt, sollte unbedingt eine Reiserücktrittsversicherung mit Insolvenzschutz für die Airline abschließen. Das gibt es als Zusatzbaustein bei den meisten Versicherungsanbietern – und ist in Zeiten schwankender Kerosinpreise und geopolitischer Unsicherheit kein Luxus, sondern Vernunft.
Wer den Kroatien-Cluburlaub jetzt neu planen oder umbuchen möchte, sollte folgende Punkte beachten:
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Ja, vorerst. Die hohen Treibstoffkosten belasten das Geschäft der Airline-Branche: Volotea musste Insolvenz anmelden, soll das möglichst in Eigenverwaltung tun, und der Flugbetrieb läuft zunächst normal weiter. Ob und wie lange das so bleibt, hängt vom Ausgang der Gläubigerverhandlungen bis Dezember 2026 ab.
Das hängt davon ab, wie du gebucht hast. Bei einer Pauschalreise ist dein Veranstalter in der Pflicht, Ersatz zu organisieren oder den Reisepreis zu erstatten. Bei einem reinen Einzelticket ohne Pauschalreiseschutz musst du deine Ansprüche direkt bei Volotea oder – falls diese zahlunsunfähig ist – im Insolvenzverfahren geltend machen. Eine Kreditkartenzahlung kann zusätzlichen Schutz bieten (Chargeback-Verfahren).
Geht der Veranstalter pleite, kann der Absicherer entscheiden, ob er weiter die Durchführung der Reise anbietet oder die vorzeitige Rückreise organisiert. Verlangst du eine Erstattung des Reisepreises, muss der Absicherer unverzüglich zahlen. Wende dich sofort an deinen Reiseveranstalter und halte deinen Sicherungsschein bereit.
Ja – solange du über einen seriösen Pauschalreiseanbieter buchst und dir einen Sicherungsschein aushändigen lässt. Die kroatischen Clubanlagen selbst sind von der Volotea-Krise nicht betroffen; das Thema betrifft ausschließlich den Zubringerflug.
Von Deutschland aus fliegen Eurowings, Croatia Airlines, Ryanair und Lufthansa zahlreiche kroatische Flughäfen an – darunter Split (SPU), Dubrovnik (DBV), Zadar (ZAD) und Pula (PUY). Diese Airlines sind derzeit nicht von Insolvenzen betroffen. Viele Pauschalreise-Veranstalter haben für den Ausfall von Volotea-Kapazitäten bereits Umstiegslösungen vorbereitet.
Beim DRSF sind mit Stand vom 21. September 2026 insgesamt 223 Reiseveranstalter abgesichert – davon sind 171 mit einem Umsatz ab zehn Millionen Euro gesetzlich zur Absicherung verpflichtet, 52 weitere sind freiwillig versichert. Die vollständige Liste findest du auf der Website des DRSF unter drsf.reise.
Weiterlesen28. September 2026 09:32
Paukenschlag im europäischen Kreuzfahrtmarkt: Die Trip.com Group hat am 4. September 2026 eine Mehrheitsbeteiligung am Frankfurter Kreuzfahrtspezialisten e-hoi erworben – einem Unternehmen, das auch in Portugal aktiv ist und den iberischen Markt über eigene Marken bedient. Was bedeutet dieser Milliardendeal für dich als Kreuzfahrtgast, der Lissabon, Porto oder Madeira ansteuern möchte? reiseveranstalter.com gibt Antworten.

Der internationale Reisekonzern Trip.com Group hat sich Anfang September 2026 die Mehrheit am deutschen Online-Kreuzfahrtvermittler e-hoi gesichert. Die Transaktion wurde am 4. September 2026 abgeschlossen. Über den Kaufpreis haben die Parteien laut einer Mitteilung Stillschweigen vereinbart.
Die 2003 gegründete e-hoi Group mit Sitz in Frankfurt ist auf den Vertrieb und die Veranstaltung von Hochsee- und Flusskreuzfahrten spezialisiert und mit zehn Marken in acht europäischen Märkten vertreten. Dazu gehört ausdrücklich auch Portugal: Die e-hoi group ist erfolgreich in acht europäischen Märkten aktiv – Deutschland, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien, Belgien, Portugal und Frankreich – und ist Marktführer in der DACH-Region sowie den BeNeLux-Ländern.
Das macht die Übernahme für Kreuzfahrtfans mit Portugal-Ambitionen besonders relevant: Wer bislang über e-hoi-Plattformen eine Kreuzfahrt nach Lissabon, Porto, Funchal oder auf die Azoren gebucht hat, ist von diesem Eigentümerwechsel direkt betroffen.
Zur Trip.com Group gehören unter anderem Trip.com, Ctrip, Skyscanner und Qunar. Der Konzern wurde 1999 gegründet und ist an den Börsen Nasdaq und Hongkong notiert. Er zählt damit zu den größten Reise-Buchungsplattformen der Welt.
Mit der Übernahme wolle die Trip.com Group ihre Präsenz im europäischen Kreuzfahrtmarkt ausbauen. Die e-hoi group bringe dabei ihre Kreuzfahrtkompetenz und Technologieplattform ein, während Trip.com seine internationale Reichweite sowie Kompetenzen in den Bereichen Technologie, Künstliche Intelligenz, Flug und Hotel einbringen könne.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung fällt in eine Phase veränderter Rahmenbedingungen auf den internationalen Reisemärkten. Nach Erhebungen des Branchenverbandes Cruise Lines International Association stieg die globale Zahl der Hochseekreuzfahrt-Passagiere im Jahr 2025 auf rund 37,2 Millionen Personen an, was einem Zuwachs von 7,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2024 entspricht. Der Kreuzfahrtmarkt wächst – und Trip.com will ein großes Stück davon.
Die gute Nachricht zuerst: e-hoi solle innerhalb des Konzerns eigenständig bleiben; Marken, Standorte und Teams werden beibehalten. Im operativen Geschäft soll sich vorerst wenig ändern. Gründer und CEO Detlev Schäferjohann bleibt Gesellschafter und führt das Unternehmen gemeinsam mit Managing Director Nicolay Merkt weiter.
Für dich als Kreuzfahrtgast, der bereits gebucht hat, gibt es ebenfalls Entwarnung: Alle gebuchten Reiseleistungen, Serviceverträge und Kundenschnittstellen behalten ihre Gültigkeit. Du musst also nichts unternehmen, wenn du eine Kreuzfahrt über e-hoi oder eine der Partnermarken gebucht hast.
Langfristig dürften die Veränderungen aber spürbar werden. Beide Unternehmen sehen unter anderem Potenzial beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie bei der Verknüpfung von Kreuzfahrten mit Flug- und Hotelangeboten. Wer also künftig eine Kreuzfahrt mit Paketflug und Hotel kombinieren möchte, könnte von deutlich komfortableren Buchungsoptionen profitieren.
Portugal ist ein strategischer Baustein in der e-hoi-Expansion. e-hoi hatte bereits im Januar 2024 den iberischen Spezialisten Un Mundo de Cruceros übernommen; das Unternehmen unterhält Büros in Madrid, Barcelona und Lissabon und blickt auf über dreißig Jahre Erfahrung in der Kreuzfahrtbranche zurück.
Mundo de Cruceros arbeitet vorrangig mit Reisebüros in den spanischen und portugiesischen Märkten zusammen und vermarktet mehrere Reedereien. Die Marke StarClass Cruceros fokussiert dabei auf Luxus-, Expedition- und Ultra-Luxury-Angebote, während Wondercruises eine breitere Endkundenzielgruppe anspricht.
Portugal eignet sich als Kreuzfahrtdestination aus verschiedenen Gründen besonders gut. Lissabon, die Hauptstadt Portugals, dient als prächtiges Tor zu einer Vielzahl von Kreuzfahrterlebnissen entlang der Küsten Westeuropas. Die Stadt verzaubert mit ihrem historischen Flair, den malerischen Gassen und der herzlichen Gastfreundschaft. Von hier aus eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten, die Schönheit der Atlantikküste und die kulturelle Vielfalt Europas zu erkunden.
Dank der wachsenden Präsenz von e-hoi – und nun des globalen Rückhalts durch Trip.com – dürfte das Kreuzfahrtangebot ab und nach Portugal in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Für Urlauber, die zwischen Lissabon, Porto und Funchal auf dem Seeweg pendeln möchten, könnte das günstigere Preise und bessere Paketoptionen bedeuten. Auf unserer Startseite findest du aktuelle Angebote im Überblick.
Die Übernahme von e-hoi durch Trip.com steht nicht allein. Der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung fällt in eine Phase veränderter Rahmenbedingungen auf den internationalen Reisemärkten. Mit steigenden Passagierzahlen, anhaltender Preissetzungsmacht und laufendem Konsolidierungspotenzial sticht der Kreuzfahrtsektor als strukturell attraktives Segment für langfristiges Wachstum und Investitionen hervor.
Auch andernorts in Europa greift der Konsolidierungsdrang: So fusioniert das deutsche Online-Reisebüro Kreuzfahrtberater.de mit dem britischen Seereiseanbieter Cruise.co.uk. Die beiden Portale sollen zusammengeführt und mit einem vermittelten Gesamtumsatz von über 250 Millionen Euro und mehr als 100.000 Kunden pro Jahr zum europaweit größten Online-Vermittler von Kreuzfahrten werden.
Große Buchungsplattformen drängen also zunehmend in den spezialisierten Kreuzfahrtvertrieb. Für Reisende bedeutet das: mehr Auswahl, technisch ausgefeiltere Buchungsstrecken – aber auch die Frage, ob kleinere, beratungsintensive Anbieter langfristig ihren Platz behalten. Wer Wert auf individuelle Beratung legt, sollte auf Kreuzfahrten-Spezialisten setzen, die weiterhin persönliche Ansprechpartner bieten.
Unabhängig von Firmenübernahmen ist Portugal eines der begehrtesten Kreuzfahrtziele in Europa. Ob Funchal auf Madeira oder Porto und Lissabon – Portugal überrascht mit Vielfältigkeit. Madeira punktet mit spektakulären Wanderwegen und üppiger Natur, während Lissabon als lebendige Großstadt mit historischen Gassen, Fado und modernen Restaurants begeistert.
Lissabon ist ein begehrtes Ziel für Kreuzfahrtschiffe, die aus anderen Teilen Europas kommen. Routen von Hamburg oder Bremerhaven nach Lissabon sind besonders beliebt, da sie Reisenden die Möglichkeit bieten, entlang der Küsten Westeuropas zu fahren und unterwegs weitere Städte zu erkunden. Mit Trip.com als neuem Großaktionär dürfte das digitale Buchungserlebnis für solche Routen in den nächsten Jahren deutlich komfortabler werden. Wer bereits jetzt plant, findet auf reiseveranstalter.com/news laufend aktuelle Informationen zu Angeboten und Marktveränderungen.
Passende Angebote: Kreuzfahrten · Flusskreuzfahrten · Last Minute Reisen · News
Trip.com hat eine Mehrheitsbeteiligung an der e-hoi GmbH erworben. Die Transaktion wurde am 4. September 2026 abgeschlossen. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.
Kurzfristig nicht. Alle bestehenden Buchungen bleiben gültig, das Management bleibt an Bord, und e-hoi wird weiterhin eigenständig unter seinen bisherigen Marken betrieben. Mittelfristig sind jedoch neue Funktionen wie KI-gestützte Buchungstools und bessere Flug-Hotel-Kreuzfahrt-Pakete geplant.
Ja. e-hoi ist in acht europäischen Märkten tätig, darunter Portugal. Über die integrierte Marke Mundo de Cruceros – mit Büro in Lissabon – werden sowohl Endkunden als auch Reisebüros im portugiesischen Markt bedient.
Besonders beliebt sind Westeuropa-Routen ab Hamburg oder Southampton, die Lissabon, Porto und Funchal anlaufen. Reedereien wie AIDA, MSC, TUI Mein Schiff und Royal Caribbean bieten regelmäßige Abfahrten an. Auch reine Portugal-Rundreisen auf dem Atlantik sind buchbar.
Ja, Douro-Flusskreuzfahrten gehören zu den beliebtesten Flussreisen Europas. e-hoi ist auch im Flusskreuzfahrtbereich aktiv. Angebote findest du auf unserer Seite zu Flusskreuzfahrten.
Der globale Kreuzfahrtmarkt wächst stark: 2025 reisten laut CLIA weltweit rund 37,2 Millionen Passagiere auf Hochseekreuzfahrten – ein Plus von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für große Buchungsplattformen ist der Kreuzfahrtsektor daher ein attraktives Wachstumssegment, in dem spezialisierte Anbieter mit treuen Kundenstämmen besonders begehrt sind.
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