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Aktuelles
26. September 2026 09:32
Die Karibik erlebt 2026 einen regelrechten Buchungsboom – und das nicht nur als klassisches Strandziel. Aktuelle Daten aus dem DERTOUR Reisebarometer Sommer 2026 sowie eine brandneue Programmankündigung des Reisespezialisten America Unlimited (September 2026) zeigen: Immer mehr Reisende entdecken karibische Metropolen und Inselhauptstädte als eigenständige Städtereiseziele, kombinieren Strandtage mit urbanem Sightseeing und buchen dabei zunehmend kurzfristig – oder als Frühbucher für den Winter 2026/27. Was hinter dem Trend steckt und was du jetzt wissen musst, liest du hier.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die zeitweiligen Eskalationen im Nahen Osten und Einschränkungen an wichtigen Drehkreuzen führten vorübergehend zu einer Verschiebung der Nachfrage von Ost nach West – davon profitierten besonders Fernreiseziele, die ohne Umstieg in der Golfregion erreichbar waren, allen voran die Karibik mit Mexiko und der Dominikanischen Republik sowie Ostafrika mit Sansibar.
Das schlägt sich direkt im Ranking nieder: Trotz zwischenzeitlicher Nachfrageverschiebungen bleibt das Ranking der beliebtesten Fernreiseziele im Sommer 2026 weitgehend konstant. Der Indische Ozean behauptet seine Spitzenposition, Nordamerika und Thailand folgen auf den Plätzen 2 und 3. Die Karibik und Ostafrika rücken jeweils einen Platz vor auf Rang 4 und 5, während die Vereinigten Arabischen Emirate infolge der Nahost-Entwicklung zurückfallen.
Schon die frühen Buchungsdaten aus dem vergangenen Herbst hatten diesen Trend angedeutet: Jede fünfte Buchung für den Sommer 2026 war bei DERTOUR eine Fernreise, die Zahl der gebuchten Gäste lag 33 Prozent über dem Vorjahr. Die größten Wachstumszahlen verzeichnete die Karibik mit einem Plus von 53 Prozent – hinter Ostafrika (plus 89 Prozent), aber vor Thailand (plus 31 Prozent).
Noch dramatischer fällt die Entwicklung bei Spezialveranstaltern aus. Mit dem Ausbau seines Karibik-Portfolios reagiert America Unlimited auf eine deutlich gestiegene Nachfrage und ein verändertes Reiseverhalten: Immer mehr Kunden wählen die Karibik als eigenständiges Reiseziel und interessieren sich dabei auch für kleinere und weniger bekannte Inseln.
Die konkreten Buchungszahlen unterstreichen das eindrücklich: Der Umsatz mit Karibik-Reisen liegt bei America Unlimited aktuell 192 Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders dynamisch entwickelt sich die Nachfrage nach Puerto Rico. Die Zahl der Anfragen für Puerto Rico hat sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Auch für das Reisejahr 2027 gehört die Insel bereits jetzt zu den meistangefragten Karibikzielen bei America Unlimited.
Ebenfalls stark im Kommen sind die Kleinen Antillen: Bei den Kleinen Antillen stiegen die Anfragen um mehr als 50 Prozent. Ihr Anteil an allen Karibikbuchungen erhöhte sich von rund 17 auf knapp 30 Prozent – und die Kunden interessieren sich zunehmend auch für Inseln, die bislang weniger stark im Fokus standen.
Als direkte Reaktion auf die explodierende Nachfrage hat America Unlimited sein Karibik-Angebot im September 2026 kräftig ausgebaut. Neu im Programm sind die Ziele Guadeloupe und Martinique. Hinzu kommen mehrere neue Kombinationsrouten: eine 12-tägige Reise durch die Französischen Antillen, eine 14-tägige Verbindung von Toronto mit den Cayman Islands sowie eine 14-tägige Kombination aus Miami und Saint Lucia – die Saint Lucia erstmals als eigenständiges Urlaubsziel in den Mittelpunkt rückt.
Gerade Martinique und Guadeloupe eignen sich dabei hervorragend als Städtereiseziele: In Fort-de-France erwartet dich ein pulsierendes karibisch-französisches Stadtleben mit bunten Märkten, kreolischer Architektur und erstklassiger Gastronomie. Pointe-à-Pitre auf Guadeloupe begeistert mit seinem lebhaften Hafenviertel und dem kulturellen Erbe der Französischen Antillen. Zunehmend gefragt ist auch die Kombination mehrerer Karibikinseln innerhalb einer Reise. Besonders beliebt sind die Bahamas in Verbindung mit den USA oder Turks & Caicos sowie Kombinationen der ABC-Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao und Reisen über mehrere Inseln der Kleinen Antillen wie Barbados und Grenada.
Parallel dazu baut auch DERTOUR seine Direktflugverbindungen in die Region aus. DERTOUR und seine Schwestermarken erweitern das Direktflugangebot mit Condor in die Karibik – und reagieren damit auf das weiterhin hohe Fernreisebedürfnis. Von Ende Juni bis Mitte September wird Cancún mit zwei, Punta Cana sogar mit drei zusätzlichen Direktflügen pro Woche ab Frankfurt bedient.
Der Boom zeigt deutlich: Die Karibik ist längst kein reines Strandresort-Ziel mehr. Städte wie San Juan (Puerto Rico), Bridgetown (Barbados), Fort-de-France (Martinique) und Willemstad (Curaçao) entwickeln sich zu gefragten Stadterlebnissen – mit Kolonialarchitektur, Streetfood-Szenen, Kunstgalerien und lebhaften Nachtleben-Vierteln.
Wer eine Karibik-Städtereise plant, profitiert von Flügen ab deutschen Großstädten direkt in karibische Hubs. San Juan etwa ist von Frankfurt und Madrid aus gut erreichbar und bietet mit dem historischen Old San Juan – einem UNESCO-Weltkulturerbe – echtes Städtereiseflair auf karibischem Boden. Immer mehr Kunden wählen die Karibik als eigenständiges Reiseziel, wobei Natur, Kultur und die sehr unterschiedlichen Charaktere der einzelnen Inseln eine immer größere Rolle spielen.
Welche Buchungsstrategie lohnt sich für eine Karibik-Reise? Das aktuelle DERTOUR Reisebarometer gibt klare Antworten. Die Buchungen für den Sommerurlaub 2026 starteten mit einer sehr starken Frühbucherphase – Ende 2025 und Anfang 2026 lagen die Buchungseingänge mehrheitlich über dem Vorjahresniveau.
Gleichzeitig ist Last-Minute kein Nischenthema mehr: Die im Frühjahr einsetzende Zurückhaltung bei Reiseentscheidungen spiegelte sich in einem veränderten Buchungsverhalten wider. Last Minute gewann im Sommer deutlich an Bedeutung: Der Anteil der Reisen mit einem Buchungsvorlauf von höchstens 50 Tagen vor Abreise stieg um 2,5 Prozentpunkte auf 28,5 Prozent.
Dennoch bleibt Frühbuchen die dominierende Strategie: Frühbuchungen blieben mit 39 Prozent die stärkste Buchungskategorie. Gerade für die Karibik als Fernziel empfiehlt sich daher ein frühzeitiger Buchungsstart – schon jetzt, im Herbst 2026, lohnt sich ein Blick auf die Wintersaison 2026/27.
Ein weiterer Faktor befeuert den Karibik-Boom: Der deutliche Rückgang bei US-Reisen aus Deutschland. In westlicher Richtung zeigen DRV-Auswertungen Umsatz- und Besucherrückgänge – unter anderem für die USA als bislang beliebtestes Fernreiseziel der Deutschen. Die Momentaufnahme zum Buchungsstand Ende Januar 2026 zeigt für den Sommer zweistellige Rückgänge sowohl bei den Vorausbuchungsumsätzen als auch bei der Zahl der gebuchten Personen im Vergleich zum Vorjahr. Im Ranking aller Reiseziele rangieren die USA derzeit auf Platz 14 – im Vorjahr noch Platz 8.
Für Karibik-Inseln, die nicht direkt vom politischen US-Klima abhängen – wie die Französischen Antillen oder karibische Commonwealth-Inseln – bedeutet das eine echte Chance: Sie profitieren als Alternativ-Fernziele von Reisenden, die zwar die westliche Hemisphäre erkunden möchten, aber die USA vorübergehend meiden. Trotz steigender Lebenshaltungskosten bleibt Urlaub für viele Europäer eine der wichtigsten Ausgaben. Laut einer Umfrage der Dertour Group priorisieren 38 Prozent der Befragten Ausgaben für Reisen vor anderen Konsumausgaben – in Deutschland liegt der Anteil sogar bei 43 Prozent.
Neben dem reinen Buchungsvolumen verändert sich auch die Art, wie Karibik-Reisen gestaltet werden. Statt viele Highlights in kurzer Zeit abzuhaken, nehmen sich Reisende mehr Zeit für einzelne Orte, tauchen tiefer in Natur und Kultur ein und suchen echte Erholung fernab des Massentourismus. Nachhaltigkeit, Achtsamkeit und Authentizität spielen dabei eine zentrale Rolle – Slow Travel bedeutet nicht Verzicht, sondern bewussten Genuss: längere Aufenthalte, weniger Transport und stärkere Verbindungen zu Land und Menschen.
Dabei zeigt sich auf globaler Ebene: Beim Thema ökologische Nachhaltigkeit ist langfristig eine Aufwärtsbewegung zu erkennen, jedoch keine sprunghafte Entwicklung. Anders sieht es bei der sozialen Nachhaltigkeit aus, die insgesamt deutlich wichtiger eingestuft wird und auch im Zeitvergleich zugelegt hat. Für die Karibik bedeutet das: Wer lokal essen, in kleinen Boutique-Hotels übernachten und Stadttouren mit lokalen Guides buchen möchte, findet hier ein wachsendes Angebot – gerade auf Inseln wie Grenada, Barbados oder den Kleinen Antillen.
Die Karibikinsel Barbuda baut ihre touristische Infrastruktur gezielt aus: Ein internationaler Flughafen seit 2024, Hotels mit geringer Baudichte und lokale Wertschöpfung sollen die Destination stärken – bei gleichzeitigem Schutz der Naturräume. Das ist ein Paradebeispiel für verantwortungsvollen Karibik-Tourismus, der Städtereisende ebenso anspricht wie Naturliebhaber.
Die Fernreisen-Nachfrage ist so hoch wie lange nicht – und die Karibik ist im Aufwind. Auf reiseveranstalter.com findest du aktuelle Angebote und Pauschalreise-Vergleiche. Wer eine Individualreise plant, sollte jetzt mit der Recherche starten, denn die Kapazitäten für den Winter 2026/27 füllen sich schnell. Auch Rundreisen durch mehrere Karibikinseln sind derzeit stark gefragt. Alle aktuellen Reise-News zur Karibik und anderen Fernzielen findest du regelmäßig hier im Überblick.
Passende Angebote: Fernreisen · Rundreisen · Individualreisen · News
San Juan auf Puerto Rico mit seinem UNESCO-geschützten Old San Juan ist die bekannteste Karibik-Metropole für Städtereisende. Ebenfalls sehr empfehlenswert: Bridgetown auf Barbados (UNESCO-Weltkulturerbe), Fort-de-France auf Martinique mit kreolisch-französischem Flair und Willemstad auf Curaçao mit seiner charakteristischen bunten Kolonialarchitektur. Alle vier Städte bieten ein dichtes kulturelles, gastronomisches und historisches Programm, das sich problemlos mit Strandtagen kombinieren lässt.
Mehrere Faktoren treffen zusammen: Geopolitische Unsicherheiten im Nahen Osten haben Fernreisende in westliche Destinationen gedrängt. Gleichzeitig haben politische Spannungen rund um die USA den Karibik-Inseln als eigenständige Westrouten-Alternativen zugespielt. Dazu kommt ein wachsendes Interesse an kulturell vielfältigen, weniger überlaufenen Inseln wie Martinique, Guadeloupe oder Grenada – statt der klassischen All-Inclusive-Hochburgen.
Grundsätzlich lohnt sich Frühbuchen für die Karibik besonders. Laut DERTOUR Reisebarometer Sommer 2026 blieben Frühbuchungen mit 39 Prozent Anteil die stärkste Buchungskategorie. Für die Wintersaison 2026/27 – die Hauptsaison in der Karibik – solltest du jetzt im Herbst 2026 buchen, um optimale Flug- und Hotelkontingente zu sichern. Last-Minute-Deals gibt es zwar, jedoch ist die Auswahl bei beliebten Inselzielen wie Puerto Rico oder Martinique dann oft eingeschränkt.
Ja – DERTOUR bietet zusammen mit Condor Direktflüge ab Frankfurt nach Cancún (Mexiko/Karibikküste) und Punta Cana (Dominikanische Republik). Weitere Karibikineln wie Martinique, Guadeloupe, Barbados oder Puerto Rico sind bequem über Paris (Charles de Gaulle), Amsterdam oder Madrid erreichbar – teils mit nur einem Stopp. Reiseveranstalter wie America Unlimited kombinieren mehrere Inseln in einem Package inklusive Inlandsflüge.
Martinique und Guadeloupe sind die absoluten Newcomer des Jahres – America Unlimited hat sie im September 2026 neu ins Programm aufgenommen, da die Anfragen für die Kleinen Antillen um mehr als 50 Prozent gestiegen sind. Ebenfalls stark im Aufwind: Saint Lucia, Puerto Rico (verdoppelte Anfragezahl) sowie Grenada als Kombination mit Barbados. Für Naturliebhaber und Nachhaltigkeitsbewusste ist auch Barbuda interessant, das seit 2024 einen internationalen Flughafen hat und auf sanften Tourismus setzt.
Absolut – und genau das ist der aktuelle Trend! Immer mehr Reisende buchen sogenannte Inselhopping-Routen, die zwei oder mehr Karibikinseln verbinden. So lässt sich zum Beispiel ein Kulturaufenthalt in San Juan (Puerto Rico) mit Strandtagen auf den nahen Virgin Islands kombinieren, oder Fort-de-France auf Martinique mit den weißen Sandstränden im Norden der Insel. Reiseveranstalter bieten diese Kombipakete zunehmend auch als fertige Routen an.
Weiterlesen25. September 2026 09:32
Eine der meistgebuchten Ferienairlines Deutschlands wechselt den Besitzer: Am 25. September 2026 gab Condor bekannt, dass der britische Finanzinvestor Attestor die verbleibenden 49 Prozent der Staatsanteile übernimmt und damit Alleingesellschafter wird. Für Marokko-Urlauber, die mit Condor in die Königsstädte, die Sahara oder ans Atlasgebirge fliegen wollen, stellt sich die Frage: Was ändert sich – und was bleibt? Reiseveranstalter.com erklärt die Hintergründe und was du als Erlebnisreisender jetzt wissen musst.

Der Schritt kam nicht überraschend, aber er ist jetzt offiziell: Erlebnisreisende und Marokko-Fans sollten aufhorchen. Condor bekommt einen Alleingesellschafter: Mehrheitseigner Attestor kauft die 49 Prozent Anteile des Landes Hessen und des Bundes, die diese während der Corona-Pandemie übernommen hatten, und ist nun alleiniger Eigentümer der Airline.
Der britische Finanzinvestor Attestor, der seit 2021 die Mehrheit an Condor hält, übernimmt wie erwartet die bislang über die SG Luftfahrtgesellschaft im Auftrag des Bundes und des Landes Hessen gehaltene Beteiligung von 49 Prozent. Der Vollzug ist laut Condor allerdings erst zum Stichtag 31. August 2027 geplant.
Grundlage ist eine bereits beim Einstieg von Attestor im Jahr 2021 vereinbarte Kaufoption. Der Investor zieht diese Kaufoption nun planmäßig, nachdem Condor seine finanzielle Lage nachhaltig verbessert hat.
Diese Konstruktion war nach dem Konkurs von Thomas Cook, dem damaligen Eigentümer der Condor, im Jahr 2019 und den Turbulenzen während der Corona-Pandemie nötig geworden. Im Frühjahr 2026 konnte Condor die Staatshilfen vorzeitig zurückzahlen.
Die Staatshilfen hat Condor im Frühjahr 2026 vorzeitig zurückgezahlt. Dabei handelte es sich um einen Kredit der Förderbank KfW in Höhe von 175 Millionen Euro. Mit der Rückzahlung war die Grundlage für das staatliche Engagement weggefallen – die Übernahme durch Attestor ist die logische Konsequenz.
Damit endet das staatliche Engagement, das einst in einer Ausnahmesituation begann. Für die Passagiere war die zwischenzeitliche Staatsbeteiligung ohnehin weitgehend unsichtbar – im Vordergrund stand stets der operative Flugbetrieb.
Für Reisende, die eine Erlebnisreise nach Marokko planen, ist Condor seit Jahren eine der wichtigsten Optionen: Die Airline bedient Nordafrika-Routen und ist als Ferienflieger ein häufig genutzter Baustein für Rundreisen zwischen Marrakesch, Agadir und dem Rest Marokkos. Die Neuordnung der Eigentümerstruktur stellt das Streckenangebot grundsätzlich nicht in Frage.
Die Airline hat ihre Langstreckenflotte erneuert, baut ihre Kurz- und Mittelstreckenflotte aus und entwickelt ihr Städteflugnetz als Zubringer für das Drehkreuz Frankfurt weiter. Eigene Zubringer sind für Condor wichtig, da Lufthansa den bisherigen Zubringervertrag gekündigt hat.
Aus dem einstigen Ferienflieger ist ein vollwertiger Drehkreuz-Betreiber am Frankfurter Flughafen geworden. Täglich verbindet die Airline in mehreren Wellen 13 europäische Metropolen mit Frankfurt und füllt darüber ihre Langstreckenflüge. Nordafrika-Verbindungen wie jene nach Marokko profitieren von diesem ausgebauten Zubringnetz.
Attestor ist kein gewöhnlicher Luftfahrtinvestor – und genau das ist der entscheidende Faktor für die Zukunft der Airline. Ungeachtet dieser Komplettübernahme ist Attestor weiterhin auf der Suche nach einem strategischen Partner aus der Luftfahrtbranche. Condor-Chef Peter Gerber hatte Anfang Juli in einem Interview Golf-Carrier wie Emirates und Turkish Airlines als potenzielle Partner ins Spiel gebracht.
Luftfahrtanalyst John Strickland bezeichnete einen strategischen Anteilseigner aus der Branche als „eine logische Ergänzung", da Attestor kein spezialisierter Luftfahrtinvestor sei. Deutschlands Marktführer und Condor-Hauptkonkurrent Lufthansa scheidet demnach aus Wettbewerbsgründen als Käufer aus.
Für Marokko-Urlauber wäre eine Partnerschaft mit einem Golf-Carrier wie Emirates besonders interessant: Sie könnte neue Umsteigeverbindungen eröffnen und das Nordafrika-Netz noch attraktiver machen. Eine Entscheidung steht allerdings noch aus.
Ein realistischer Blick auf die Finanzen ist wichtig. Der Widerspruch zwischen starkem operativem Ergebnis und hohem Nettoverlust erklärt sich durch zwei strukturelle Belastungen: interne Darlehenszinsen, die Condor an den Eigentümer Attestor zahlt, sowie ungünstige Leasing-Bewertungen für die jungen Flugzeuge der erneuerten Flotte. Hinzu kommen gestiegene Spritpreise infolge der angespannten Lage am Persischen Golf, die die gesamte Airline-Branche trifft.
Durch den Wandel vom Ferienunternehmen zum Netzwerkunternehmen muss Condor in den nächsten beiden Geschäftsjahren jeweils 100 Millionen Euro einsparen. Das Sparprogramm könnte sich mittelfristig auf den Service auswirken – ob Bordverpflegung, Freigepäck oder Ticketkonditionen. Wer eine Pauschalreise nach Marokko inklusive Flug mit Condor bucht, sollte die Leistungsbeschreibung sorgfältig prüfen.
Die Beteiligungsverschiebung im Hintergrund ändert nichts an der Faszination des Reiseziels selbst. Marokko zieht Erlebnisreisende aus dem deutschsprachigen Raum seit Jahren in seinen Bann – mit seiner einzigartigen Mischung aus Wüste, Gebirge, Medinas und lebendigen Märkten. Auf der Startseite von reiseveranstalter.com findest du spezialisierte Anbieter, die Nordafrika-Erfahrung mitbringen.
Kurzfristig: wenig. Der formale Vollzug der Übernahme ist erst zum 31. August 2027 geplant, bis dahin bleibt die bisherige Struktur rechtlich bestehen. Für Buchungen in den Wintermonaten 2026/27 und die Hauptsaison 2027 gilt:
Die Condor-Übernahme durch Attestor steht nicht allein. Die europäische Reisebranchen-News zeigt: 2026 ist ein Jahr der Neuordnung – von Airline-Beteiligungen bis zu Fusionen im Veranstaltermarkt. Für Reisende ist das Gesamtbild wichtig: Je stärker ein Ferienflieger von einem Finanzinvestor geführt wird, desto mehr rücken Renditeziele in den Vordergrund. Das muss kein Nachteil sein – Attestor hat Condor in den vergangenen Jahren mit dreistelligen Millionenbeträgen in eine neue, modernere Flotte investiert.
Wer eine Individualreise oder eine geführte Erlebnisreise nach Marokko plant, sollte auf spezialisierte Veranstalter setzen, die unabhängig vom Flieger agieren und lokale Expertise mitbringen – das macht den Unterschied zwischen einem guten und einem unvergesslichen Marokko-Trip.
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Ja. Der Vollzug der Übernahme erfolgt erst zum 31. August 2027. Bis dahin ändert sich rechtlich nichts. Bestehende Tickets und gebuchte Pauschalreisen mit Condor-Fluganteil bleiben vollgültig und sind durch den gesetzlichen Pauschalreiseschutz abgesichert.
Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine Ankündigungen zur Streichung von Nordafrika-Verbindungen. Condor baut sein Streckennetz sogar aus und entwickelt Frankfurt zum Drehkreuz. Wir empfehlen, das aktuelle Streckenprogramm direkt auf condor.com zu prüfen.
Eine Partnerschaft mit einem Golf-Carrier könnte neue Umsteigeverbindungen nach Marokko schaffen – etwa über Dubai oder Abu Dhabi. Langfristig könnte das das Angebot für deutsche Marokko-Reisende erweitern. Eine Entscheidung steht noch aus.
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Attestor hat bislang stark in die Erneuerung der Flotte investiert. Gleichzeitig steht ein Sparprogramm von 100 Millionen Euro pro Jahr an, das sich auf Inklusivleistungen auswirken kann. Preisvergleiche mit alternativen Airlines oder Pauschalreise-Anbietern lohnen sich daher grundsätzlich.
Spezialisten wie SKR Reisen, HORA Touristik, Ikarus Tours oder Marokko Erleben arbeiten mit verschiedenen Flugoptionen und bieten geführte Kleingruppen- sowie Individualreisen an. Auf reiseveranstalter.com findest du eine Übersicht passender Anbieter.
Die beliebtesten Monate sind März bis Mai sowie September bis November – dann sind die Temperaturen angenehm für Trekking im Atlas, Kamel-Touren in der Sahara und Stadtbummel in den Medinas. Der Hochsommer ist vor allem im Inland sehr heiß.
Weiterlesen24. September 2026 09:32
Ein Paradies mit neuen Regeln: Die Malediven haben am 31. August 2026 ein Gesetz verabschiedet, das ausländische Reiseveranstalter, Reisebüros und Online-Buchungsplattformen ab dem 1. Oktober 2026 zur Abführung einer Tourismussteuer von 17 Prozent verpflichtet. Der Deutsche Reiseverband (DRV) schlägt Alarm, österreichische und Schweizer Branchenverbände ziehen nach – und wer eine Rundreise oder Pauschalreise auf die Malediven für den Winter gebucht hat, fragt sich zu Recht: Wird mein Urlaub jetzt teurer?

Grundlage ist die sogenannte achte Änderung des Gesetzes über die Goods and Services Tax (GST), die Präsident Mohamed Muizzu am 31. August unterzeichnet hat – nachdem der Entwurf erst Mitte August ins Parlament eingebracht worden war. Das Parlament stimmte den Änderungen mit 64 Stimmen zu.
Ab dem 1. Oktober 2026 müssen auch ausländische Reiseveranstalter, Reisebüros und Online-Buchungsplattformen eine Tourismussteuer abführen, wenn sie Unterkunft, Verpflegung oder Transfers vor Ort verkaufen oder vermitteln. Ausländische Reiseveranstalter, Online-Reisebüros und Reisebüros, die touristische Dienstleistungen auf den Malediven anbieten, fallen damit in den Anwendungsbereich der lokalen GST – auch wenn sie keine Betriebsstätte im Land haben.
Die Malediven wollen einen größeren Anteil des durch den Verkauf ihrer Tourismusprodukte erzielten Wertes im eigenen Steuersystem behalten. Bislang bestand das Problem darin, dass ein großer Teil des Tourismusangebots von Unternehmen außerhalb der Malediven verkauft wird: Ein Resort kann beispielsweise Unterkünfte zu einem vertraglich vereinbarten Preis an einen ausländischen Reiseveranstalter verkaufen, während das endgültige Pauschalangebot dem Touristen in einem anderen Land zu einem höheren Preis angeboten wird. Genau diesen außerhalb der Malediven geschaffenen Mehrwert wollen die Malediven nun steuerlich erfassen.
Die neue Tourism Goods and Services Tax (TGST) von 17 Prozent wird nicht auf den kompletten Reisepreis fällig, sondern nur auf die Handelsspanne des Anbieters – also die Differenz zwischen dem, was der Reisende zahlt, und dem, was an das maledivische Hotel oder den Leistungsträger vor Ort weitergereicht wird.
Als Inbound-Tourismusprodukte definiert das Gesetz Unterkunft, Mahlzeiten, Transport und andere touristische Aktivitäten auf den Malediven. Bei Anbietern ohne festen Geschäftssitz auf den Malediven wird für die Berechnung der GST die Gegenleistung für diese lokalen Leistungen abgezogen – bei Reiseveranstaltern wird damit nicht der gesamte Reisepreis als Bemessungsgrundlage herangezogen.
Die Regelung betrifft laut der österreichischen Wirtschaftskammer (WKO) auch Unternehmen ohne Niederlassung auf den Malediven oder ohne dort erbrachte Beratungs- und Vermittlungsleistungen.
Auf einer Fernreise zu den Malediven, die gerne mit Insel-Hopping oder einem Safarboot-Abenteuer kombiniert wird, können die Margenaufschläge je nach Reisedauer und Leistungspaket durchaus spürbar sein – auch wenn die Bemessungsgrundlage auf die Marge begrenzt bleibt.
Wenn Reisen längst verkauft und Preise bereits kalkuliert sind, treffen kurzfristige Steueränderungen die Branche besonders hart. Genau diese Situation zeichnet sich jetzt auf den Malediven ab.
Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat die geplante Ausweitung der maledivischen Goods and Services Tax (GST) auf ausländische Reiseveranstalter und Reisebüros als praxisuntauglich kritisiert. Für Reiseveranstalter, die ihre Angebote viele Monate im Voraus kalkulieren und verkaufen, sei ein Vorlauf von wenigen Wochen nicht ausreichend.
DRV-Präsident Albin Loidl betonte: „Die Malediven sind ein wichtiges Reiseziel für die Kunden von deutschen Reisebüros und Reiseveranstaltern. Umso wichtiger ist es, neue steuerliche Regeln so einzuführen, dass sie planbar, verhältnismäßig und in der Praxis umsetzbar sind."
Der Verband weist darauf hin, dass viele Winterangebote längst kalkuliert und verkauft sind – zusätzliche Kosten lassen sich bei bestehenden Buchungen oft nicht mehr an die Gäste weitergeben.
Der Verband warnt vor erheblichen administrativen Hürden, unklarbaren Rechtsfragen und finanziellen Belastungen für die Reisebranche, da viele Pakete für die anstehende Wintersaison bereits verkauft und fest kalkuliert sind. In Abstimmung mit europäischen Partnerverbänden wird daher eine Verschiebung des Inkrafttretens sowie die Schaffung klarer Übergangsregelungen gefordert.
Viele Verbraucher in Deutschland und Europa haben ihre Urlaubsreisen auf die Malediven für die Monate ab Oktober 2026 bereits gebucht und vollständig oder teilweise bezahlt. Die Verträge zwischen Kunden und Reiseveranstaltern sind rechtlich bindend.
Nach dem deutschen Pauschalreiserecht sowie den entsprechenden EU-Richtlinien sind nachträgliche Preiserhöhungen durch den Veranstalter nur unter sehr strengen Auflagen möglich. Preisanpassungen wegen geänderter Steuern sind kurz vor Reiseantritt rechtlich oft ausgeschlossen oder an enge Fristen und Rücktrittsrechte für Verbraucher gekoppelt. In vielen Fällen müssen Reiseveranstalter die zusätzlichen Steuerlasten somit aus den eigenen Margen decken.
Besonders problematisch sind dabei bereits verkaufte Pauschalreisen mit fixierten Preisen und Verträgen. Für Reisende, die ihre Malediven-Pauschalreise bereits abgeschlossen haben, besteht also gute Chance, dass sich am gebuchten Preis nichts ändert – das Risiko tragen dann die Veranstalter.
Das maledivische Finanzministerium und die Maldives Inland Revenue Authority (MIRA) haben die Herausforderungen für ausländische Reiseunternehmen anerkannt und zugesichert, betroffene Unternehmen insbesondere bei der Registrierung im MIRA-Portal, der Rechnungsstellung sowie bei Fragen zur Berechnung der GST zu unterstützen.
Am 15. September 2026 fand dazu eine Online-Informationsveranstaltung des maledivischen Ministeriums für Tourismus und Zivilluftfahrt gemeinsam mit MIRA statt. Das Webinar war ausgebucht. Den Schweizer Reise-Verband (SRV) erreichten zahlreiche Rückmeldungen, dass interessierte Unternehmen deshalb nicht teilnehmen konnten. Während der Veranstaltung blieben zahlreiche Fragen zur praktischen Umsetzung der neuen Bestimmungen offen.
Zahlreiche praktische und rechtliche Fragen sind laut dem Fachverband Reisebüros noch offen. Gemeinsam mit ECTAA und weiteren internationalen Branchenverbänden will der SRV ein weiteres Schreiben an die maledivischen Behörden verfassen.
Für alle, die am Webinar nicht teilnehmen konnten oder noch offene Fragen haben, bietet die Maldives Tax Academy im September 2026 weitere Online-Informationsveranstaltungen zur GST auf Inbound-Tourismusprodukte an.
Wer die Malediven nicht nur als Strandresort besucht, sondern etwa auf einem Safarboot von Atoll zu Atoll reist oder eine Multi-Island-Rundreise mit Schnorcheln, Tauchen und lokalen Guesthouse-Stopps kombiniert, bucht in der Regel ein Komplettpaket bei einem spezialisierten Veranstalter. Genau diese gebündelten Angebote sind von der neuen GST-Regelung direkt betroffen, da Transport, Unterkunft und Verpflegung als separate Inbound-Leistungen steuerlich relevant sind.
Die gute Nachricht: Die Steuer greift nur auf die Marge – wer also über einen Veranstalter bucht, der günstige Einkaufspreise mit den Resorts ausgehandelt hat, spürt die Auswirkungen weniger deutlich als bei einem Direktbucher mit hoher Einzelleistungs-Marge. Bei der Buchung einer Erlebnisreise auf die Malediven lohnt es sich dennoch, beim Veranstalter aktiv nachzufragen, ob und wie die neue Steuer eingepreist wurde.
Die Malediven zählen zu den begehrtesten Fernreisezielen Europas – und das trotz ohnehin hoher Reisepreise. Das Archipel mit rund 1.200 Inseln im Indischen Ozean lebt fast ausschließlich vom Tourismus. Die 10. Ausgabe der Travel Trade Maldives (TTM) 2026 brachte mehr als 130 Resorts und Hotels sowie über 250 Reiseveranstalter und -agenten aus den 30 wichtigsten Quellmärkten zusammen. Das zeigt: Der internationale Handel mit Malediven-Reisen ist robust – und genau deshalb zieht die Regierung in Malé nun die Steuerschraube an.
Wer sich für eine Last-Minute-Reise auf die Malediven interessiert, sollte bedenken: Kurzfristig gebuchte Reisen für Reisebeginn ab Oktober 2026 dürften in vielen Fällen bereits mit der neuen Steuer kalkuliert sein. Reisende, die jetzt spontan buchen, zahlen möglicherweise einen minimal höheren Preis – profitieren aber von voller Kostentransparenz.
Alle weiteren aktuellen Entwicklungen rund um die Reisebranche findest du laufend in unserem Reise-News-Bereich auf reiseveranstalter.com.
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Die neue Regelung gilt ab dem 1. Oktober 2026. Das maledivische Parlament hat das entsprechende Gesetz am 18. August 2026 verabschiedet, Präsident Muizzu hat es am 31. August unterzeichnet.
Der Steuersatz der Tourism Goods and Services Tax (TGST) beträgt 17 Prozent. Besteuert wird jedoch nicht der gesamte Reisepreis, sondern nur die Handelsspanne des ausländischen Reiseveranstalters – also der Aufschlag auf die Einkaufspreise bei maledivischen Leistungsträgern für Unterkunft, Verpflegung und Transport.
Nach deutschem und europäischem Pauschalreiserecht sind nachträgliche Preiserhöhungen nur unter strengen Bedingungen möglich. Viele Veranstalter werden die Mehrkosten selbst tragen müssen. Im Zweifel beim Veranstalter direkt nachfragen und auf das Stornierungsrecht hinweisen, falls eine Preiserhöhung angekündigt wird.
Die Regelung gilt für alle ausländischen Reiseveranstalter, Reisebüros und Online-Buchungsplattformen weltweit – also auch für österreichische, Schweizer und andere europäische Anbieter. Entsprechend reagieren DRV (Deutschland), SRV (Schweiz), WKO-Fachverband und ECTAA auf europäischer Ebene.
Pauschal-Rundreisen, die mehrere touristische Leistungen wie Safarboot, Transfer, Inselübernachtungen und Verpflegung bündeln, können eine breitere Bemessungsgrundlage aufweisen. Wer eine Rundreise bucht, sollte beim Veranstalter gezielt fragen, ob und wie die neue GST bereits eingepreist ist.
Der DRV, der SRV und weitere europäische Verbände fordern gemeinsam eine Verschiebung des Inkrafttretens sowie klare Übergangsregelungen. Das maledivische Finanzministerium hat Unterstützung zugesagt. Eine offizielle Verschiebung ist Stand September 2026 jedoch noch nicht beschlossen.
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